Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2013/14 schloss mit einem erfreulichen Ergebnis. Entsprechend der Vorjahresprognose haben sich die Ergebnisse jedoch insbesondere in den letzten beiden Quartalen des Berichtsjahres merklich vermindert. Bei niedrigen Weltmarktpreisen und hohen Beständen in der EU gingen Umsatz und Ergebnis deutlich zurück. Wie in den Vorjahren trugen die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung erheblich zum Ergebnis bei. Sie konnten die rückläufigen Preise aber bei weitem nicht kompensieren.

Im kommenden Geschäftsjahr wird der Druck auf die Preise weiter anhalten. Die Bestände an Quoten- und Nicht-Quotenzucker in der EU sind weiterhin hoch; trotz einer inzwischen eingetretenen leichten Erholung liegen die Weltmarktpreise im Mehrjahresvergleich noch recht niedrig. Die nächsten Monate werden zeigen, ob hier eine Erholung eintritt. Nach der Entscheidung der EU, die derzeitige Zuckermarktordnung zum 30. September 2017 auslaufen zu lassen, bereiten sich alle Zuckerunternehmen bereits jetzt intensiv auf die neuen Rahmenbedingungen vor. Der Kampf um Marktanteile hat sich dadurch verschärft. Wie in den vergangenen Jahren arbeitet Nordzucker konsequent daran, die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern. Im Geschäftsjahr 2014/15 steht die Neuausrichtung der Organisationsstrukturen und Prozesse im Vordergrund; sie wird die Weiterentwicklung des Unternehmens in den nächsten Jahren erheblich unterstützen.

Trotz dieser Maßnahmen werden auch im Geschäftsjahr 2014/15 Umsatz und Ergebnis erneut deutlich zurückgehen. In Bezug auf die verwendeten Leistungskennziffern ist zu erwarten, dass die Gesamtleistungsrentabilität die Zielmarke von 15 Prozent nicht erreichen wird. Die Umsatzrendite (Zielmarke: fünf Prozent) wird erreicht und die Eigenkapitalquote (Zielmarke: 30 Prozent) wird weiterhin deutlich überschritten werden.

Darüber hinaus prüft Nordzucker Wachstumsmöglichkeiten außerhalb von Europa. Diese Projekte werden 2014/15 noch keinen wesentlichen Einfluss auf Erlöse und Erträge haben, könnten aber zu erheblichen zusätzlichen Investitionen führen. Gleichzeitig weitet Nordzucker die Investitionen ins europäische Stammgeschäft erneut aus. Aufgrund der sehr soliden Finanzierung kann das Unternehmen diese zusätzlichen Aufgaben gut verkraften.

Nach jetziger Einschätzung sollten diese Faktoren nicht nur das Geschäftsjahr 2014/15, sondern auch das darauf folgende Geschäftsjahr prägen. Aufgrund der hohen Volatilität der Märkte sind mittelfristige Prognosen aber mit erheblicher Unsicherheit behaftet.

Braunschweig, den 25. April 2014

Der Vorstand

Unterschrift von Hartwig Fuchs (Handschrift)

Hartwig Fuchs

Unterschrift von Axel Aumüller (Handschrift)

Axel Aumüller

Unterschrift von Dr. Lars Gorissen (Handschrift)

Dr. Lars Gorissen

Unterschrift von Mats Liljestam (Handschrift)

Mats Liljestam

Unterschrift von Dr. Michael Noth (Handschrift)

Dr. Michael Noth